
In der Schweiz ist das Glücksspiel stark reguliert – besonders im Kanton Zürich, wo das Angebot an Casinos und Spielautomaten eng an gesetzliche Vorgaben geknüpft ist. Während die Schweiz traditionell als Vorreiter in der Glücksspielkontrolle gilt, zeigt sich in den letzten Jahren ein Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichem Interesse und gesellschaftlicher Verantwortung. Die zur homepage bietet einen Einblick in die aktuelle Situation, doch hinter den Zahlen stehen komplexe Debatten über Suchtprävention, Steuererträge und die Zukunft des Glücksspiels.
Die rechtliche Landschaft: Zwischen Liberalisierung und Restriktion
Seit 2019 gilt das neue Glücksspielgesetz, das die Spielautomaten in Schweizer Casinos streng regelt. Im Kanton Zürich stehen vor allem die Casinos AG und Axeca im Fokus – zwei Betreiber, die seit Jahren für die Balance zwischen Profit und sozialer Verantwortung stehen. Während private Casinos wie das Casino Zürich oder das Casino St. Gallen (nahe der Grenze) als touristische Anziehungspunkte dienen, dominieren staatliche Spielbanken wie das Casino Zug oder das Casino Luzern das Angebot. Die Anzahl der Spielautomaten pro Fläche ist seit Jahren auf maximal 100 pro 100 Quadratmeter begrenzt, um das Risiko von Sucht zu minimieren.
Ein entscheidender Faktor ist die Glücksspielsteuer, die im Kanton Zürich bei etwa 30–40 Prozent liegt – deutlich höher als in vielen Nachbarländern. Diese Abgabe fließt direkt in die kantonalen Kassen und dient unter anderem der Finanzierung von Suchtpräventionsprogrammen. Studien zeigen, dass die Schweiz trotz des hohen Spielangebots ein relativ niedriges Suchtproblem im Vergleich zu Ländern wie England oder den USA hat. Dennoch gibt es Kritik: Einige Experten warnen vor einer möglichen „Normalisierung“ des Glücksspiels, besonders durch die digitale Expansion.
Digitale Revolution: Glücksspiel im Zeitalter der Apps
Während traditionelle Casinos wie das Casino Bern oder das Casino Winterthur ihre Gäste mit Live-Deals und physischen Spielautomaten begeistern, wächst der Druck, sich an die digitalen Trends anzupassen. Die Axeca hat hier eine Vorreiterrolle eingenommen, indem sie eine eigene App für Online-Slots und Table Games entwickelt hat. Laut eigenen Angaben nutzen rund 20 Prozent der Spieler:innen die digitale Variante – ein Wachstum, das auf die Bequemlichkeit und das 24/7-Angebot zurückzuführen ist. Doch die Selbstkontrollmechanismen sind hier oft schwächer ausgelegt als in den klassischen Casinos. Die Glücksspielaufsicht reagiert mit neuen Regeln, etwa der Pflicht zur Altersprüfung per Video-ID.
Ein besonders umstrittenes Thema ist das Gambling in Social Media, etwa durch Influencer, die Glücksspiel als „Lifestyle“ vermarkten. Ein aktuelles Beispiel ist der Fall eines Schweizer YouTubers, der nach einem Skandal mit dem Casino Zürich seine Werbung für Online-Slots einstellte. Die Reaktionen zeigen: Die Grenzen zwischen Unterhaltung und Sucht sind fließend – und die Politik bleibt hinter der Entwicklung zurück.
Die Zukunft: Zwischen Profit und Prävention
Die Debatte um das Glücksspiel in der Schweiz bleibt brisant. Während einige Kantone wie Zürich oder Genf weiter auf strengere Regeln pochen, experimentieren andere wie Basel-Stadt mit mehr Spielautomaten in Casinos. Die Axeca steht dabei in der Kritik, zu wenig auf Suchtprävention zu setzen, obwohl sie seit Jahren in Werbung für „sichere Spielgrenzen“ wirbt. Ein konkretes Beispiel ist das Casino Bern, das 2023 eine Kooperation mit einer Suchthilfeorganisation startete – doch viele Spieler:innen fühlen sich weiterhin überfordert.
Die Glücksspielsteuer bleibt ein Hebel, um die Balance zu halten. Falls sie weiter steigt, könnten private Casinos wie das Casino Luzern oder das Casino Zug ihre Preise anpassen – mit unklaren Folgen für die Besucherzahlen. Gleichzeitig wächst der Druck, das Glücksspiel stärker in den Fokus der Digitalisierung zu stellen. Ob die Schweiz hier eine Vorreiterrolle einnehmen kann, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: Die Diskussion wird sich weiter verschärfen – besonders, wenn die nächste Generation mit neuen Spielformen aufgewachsen ist.
- Im Kanton Zürich sind seit 2019 maximal 100 Spielautomaten pro 100 Quadratmeter erlaubt.
- Die Glücksspielsteuer liegt im Durchschnitt bei 35–40 Prozent, was zu einem jährlichen Umsatz von über 1 Mrd. CHF führt.
- Laut einer Studie von 2022 nutzen etwa 15 Prozent der Schweizer:innen regelmäßig Glücksspiel-Apps.
- Das Casino Zug ist das meistbesuchte Casino der Schweiz mit über 1 Million Gästen pro Jahr.
- Die Selbstkontroll-App „Glücksspielkontrolle Schweiz“ hat seit Einführung 2020 rund 300.000 Nutzer:innen.





